NEW YORK, NEW YORK 2007

NEW YORK, NEW YORK 2007

NEW YORK, NEW YORK 2007

NEW YORK, NEW YORK 2007

💡Einführung

Mit „New York, New York“ präsentierte der Gesangverein Edelweiß Mainaschaff im Jahr 2007 erstmals ein vollständig selbst entwickeltes Musical.
Die humorvolle Geschichte rund um Liebe, Missverständnisse und das turbulente Leben in der Millionenmetropole New York begeisterte das Publikum von der ersten Vorstellung an.

Nach drei ausverkauften Aufführungen im Januar kehrte „New York, New York“ im Herbst 2007 in überarbeiteter Form auf die Bühne zurück. Auch die drei Vorstellungen der Neuauflage machten das Musical zu einem der prägenden Projekte der Vereinsgeschichte.

🎭Entstehung

Die Idee zu „New York, New York“ entstand eher zufällig. Nachdem ich den Film „Der Club der Teufelinnen“ gesehen hatte, ließ mich der Gedanke an drei starke Frauen nicht mehr los.
Vom Film selbst blieb letztlich jedoch nicht viel übrig – lediglich die Grundidee mit den drei weiblichen Hauptfiguren inspirierte die spätere Geschichte.

Als feststand, dass genügend Darstellerinnen und Darsteller für eine Musicalproduktion zur Verfügung standen, entwickelte sich Schritt für Schritt eine völlig eigenständige Handlung:
Drei New Yorkerinnen wurden von ihren Männern verlassen und suchen mit Unterstützung ihrer Töchter einen neuen Lebenspartner.
Über ein Heiratsinstitut werden schließlich drei vielversprechende Kandidaten aus der amerikanischen Provinz nach New York eingeladen. Damit war das Grundgerüst für eine turbulente Geschichte voller Missverständnisse, Humor und romantischer Momente geschaffen.

Bei der Entwicklung der Handlung erhielt ich tatkräftige Unterstützung von Jessica, mit der ich die Geschichte weiter ausarbeitete. Bis das Textbuch seine endgültige Form hatte, vergingen rund drei bis vier Monate. Diese Zeit war geprägt von intensiven Diskussionen, unterschiedlichen Meinungen und zahlreichen Überarbeitungen. Immer wieder stellte sich die Frage, was wirklich witzig ist, wie viel Tanz ein Musical braucht oder welche Szenen auf der Bühne am besten funktionieren. Nicht jede Idee wurde sofort akzeptiert, doch gerade diese Auseinandersetzungen trugen dazu bei, das Stück kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Musikalisch blieb der Gesangverein Edelweiß seiner damaligen Tradition treu. „New York, New York“ entstand als klassisches Jukebox-Musical. Einige der bekannten Songs wurden mit neuen deutschen Texten versehen und in eine völlig neue Handlung eingebettet. Sämtliche Liedtexte stammen aus eigener Feder und wurden speziell für die Geschichte geschrieben.

Nach den drei erfolgreichen und ausverkauften Vorstellungen im Januar 2007 entschloss sich das Produktionsteam, das Musical im Herbst desselben Jahres in einer überarbeiteten Fassung erneut aufzuführen. Dabei wurden einige Szenen verbessert und auch musikalische Änderungen vorgenommen. So ersetzte das schwungvolle „Hey Big Spender“ (deutsche Fassung) den bisherigen Opener des zweiten Aktes „Der Löwe schläft heut Nacht“. Auch das Finale wurde überarbeitet, da sich „I’m So Excited“ als Schlussnummer nur bedingt zum Mitklatschen eignete. Stattdessen entstand mit „New York ist meine Lieblingsstadt“, einer auf „Go West“ basierenden Neutextung, ein mitreißendes Zugabenlied, das das Publikum zum Mitsingen und Mitfeiern einlud.

Der Erfolg gab dem gesamten Team schließlich Recht. Auch die überarbeitete Fassung im Herbst war ein voller Erfolg und machte „New York, New York“ zu einem Meilenstein in der Geschichte des Gesangvereins Edelweiß Mainaschaff.

📝 Kurzinhalt

Drei verlassene New Yorkerinnen, drei ahnungslose Männer vom Land und ein eifersüchtiger Heiratsvermittler sorgen für ein turbulentes Verwechslungsspiel quer durch New York. Zwischen Mafia, Bronx, Broadway und romantischen Missverständnissen entwickelt sich eine humorvolle Liebesgeschichte, die nach vielen Irrwegen schließlich doch ihr Happy End findet.

🎬1. AKT

🎸 Szene 1: Im Hard Rock Café

Das Musical schildert die Probleme von drei typischen New Yorkerinnen Vic, Maggie und Sue mit dem anderen Geschlecht: Sie wurden von ihren Männern verlassen! Sue und Mel, zwei Töchter dieser New Yorker Ladies, beschließen: Mami muss geholfen werden. Bei einem Heiratsinstitut werden kurzerhand drei aussichtsreiche Kandidaten aus der amerikanischen Provinz geordert. Pepper, ein Kellner des Hard Rock Cafés ist nebenbei ebenfalls als Heiratsvermittler tätig. Als er merkt, dass die Girls die Sache ohne ihn in die Hand nehmen, ist er deswegen sauer und beginnt, eine Intrige zu spinnen.

✈️ Szene 2 – Flughafen JFK

Die Vorfreude auf das große Wiedersehen könnte kaum größer sein. Während Sue und Mel ihre Mütter mit den eingeladenen Heiratskandidaten überraschen möchten, landen Bill, Brad und Pit voller Erwartungen am New Yorker Flughafen JFK.

Doch der Plan gerät schon wenige Minuten nach der Ankunft aus den Fugen. Statt von den beiden jungen Frauen werden die drei Männer von Peppers italienischem Freund Luigi in Empfang genommen. Auf Peppers Anweisung lotst er die ahnungslosen Provinzbewohner in eine völlig andere Richtung.

Zur gleichen Zeit treffen Sue und Mel am Flughafen ein – nur wenige Augenblicke zu spät. Ihre „Cowboys“ sind bereits verschwunden. Beide Seiten verpassen sich denkbar knapp, ohne zu ahnen, dass sie sich nur wenige Meter voneinander entfernt befanden.

Damit nimmt Peppers Intrige ihren Lauf. Aus dem sorgfältig geplanten Kennenlernen entwickelt sich eine turbulente Irrfahrt quer durch New York, bei der Zufälle, Missverständnisse und immer neue Verwechslungen die Geschichte bestimmen.

🍝 Szene 3 – Little Italy

Während Sue und Mel ihre vermeintlichen Traummänner überall in New York suchen, ahnen Bill, Brad und Pit nicht, dass sie längst Teil von Peppers Intrige geworden sind.

Luigi bringt die drei gutgläubigen Männer nach Little Italy, wo sie unvermittelt auf einer italienischen Hochzeitsfeier landen. Dort lernen sie den selbstbewussten und einflussreichen Paten kennen, der die Gelegenheit sofort nutzt, um seine ganz eigenen Pläne zu verfolgen.

Besonders Bill gerät dabei in den Mittelpunkt des Geschehens. Der Pate unterbreitet ihm ein Angebot, das man – zumindest in Mafia-Kreisen – besser nicht ablehnt: die Hand seiner Tochter Estefania. Allerdings entspricht Estefania so gar nicht den Vorstellungen, die Bill von seiner zukünftigen Traumfrau hatte.

Den drei Männern wird zunehmend klar, dass sie sich in einer äußerst unangenehmen Lage befinden. Mit viel Glück, Einfallsreichtum und einer gehörigen Portion Chaos gelingt ihnen schließlich die Flucht aus Little Italy. Doch an ein romantisches Treffen mit den New Yorker Damen ist weiterhin nicht zu denken – ihre Irrfahrt durch die Millionenstadt geht ungebremst weiter.

🍸 Szene 4 – Bar „Moskau“ in der Bronx

Während Bill, Brad und Pit unfreiwillig durch New York irren, erleben auch Vic, Maggie und Sarah eine böse Überraschung. Pepper schickt die drei Damen nicht wie vereinbart in das „Café Moskwa“ auf Manhattan, sondern in die zwielichtige Bar „Moskau“ in der Bronx.

Schon beim Betreten des Lokals wird deutlich, dass dies kaum der richtige Ort für ein romantisches Kennenlernen ist. Zwischen den skurrilen Stammgästen und den russischen Einwanderern fühlt sich besonders Sarah zunehmend wohl – zumindest nachdem sie sich ihren Frust über die gescheiterte Partnersuche mit einigen Gläsern schöngetrunken hat.

Während Sarah immer ausgelassener wird, erkennen Vic und Maggie, dass die Situation mehr und mehr außer Kontrolle gerät. Als die Männer im Lokal den drei Frauen etwas zu viel Aufmerksamkeit schenken, beschließen sie, die Bar lieber fluchtartig zu verlassen.

Erneut verhindert Peppers Intrige das lang ersehnte Zusammentreffen der beiden Gruppen. Die Suche nach den geheimnisvollen Heiratskandidaten geht weiter – und das Chaos in New York nimmt immer größere Ausmaße an.

🎸 Szene 5 – Zurück im Hard Rock Café

Nach ihrer abenteuerlichen Flucht aus Little Italy erreichen Bill, Brad und Pit schließlich wieder das Hard Rock Café. Erleichtert, endlich in einer vertrauten Umgebung zu sein, lassen sie die turbulenten Ereignisse Revue passieren. Im Gespräch mit Taylor erzählen Brad und Pit von ihren bisherigen Erlebnissen und geben dabei auch einen Einblick in ihr bisheriges Liebesleben. Dabei wird deutlich, dass jeder der drei Männer seine ganz eigenen Vorstellungen von der großen Liebe hat.

Sue und Mel stellen den eigentlichen Drahtzieher der Verwechslungen zur Rede. Pepper erkennt, dass seine Eifersucht und sein verletzter Stolz das Chaos erst ausgelöst haben. Reumütig verspricht er, seinen Fehler wiedergutzumachen. Gemeinsam beschließen sie, eine große Party zu organisieren, um die angespannte Stimmung zu lösen und den drei Damen einen unbeschwerten Start in das langersehnte Kennenlernen zu ermöglichen. Noch ahnt niemand, welche Überraschungen New York für alle Beteiligten bereithält.

It’s Party Time!

🎬2. AKT

🍸 Szene 6 – Bar „Chez Moskwa“

Nach den Ereignissen des ersten Aktes scheint das große Kennenlernen erneut in greifbarer Nähe. Doch Peppers Verwechslung sorgt ein weiteres Mal für Chaos.

Anstatt im „Café Moskwa“ auf Manhattan landen Bill, Brad und Pit in der berüchtigten Bar „Chez Moskwa“ – mitten in einer zwielichtigen Gegend der Bronx. Dort geraten die drei Provinzbewohner in die Hände der resoluten Gang-Chefin Ma Baker und ihrer schillernden Begleiterinnen.

Was zunächst wie ein harmloser Kneipenbesuch aussieht, entwickelt sich schnell zu einem gefährlichen Abenteuer. Die Männer werden überrumpelt und ausgeraubt. Geld, Gepäck und fast ihre gesamte Habe sind verschwunden.

Völlig mittellos bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich irgendwie durchs Leben zu schlagen. Dabei rückt das romantische Abenteuer, das sie eigentlich nach New York geführt hatte, plötzlich in weite Ferne.

⛪ Szene 7 – Kirche

Nach den vielen Rückschlägen suchen Vic, Maggie und Sarah Trost und Zuversicht in einer Kirche. Vor dem lang ersehnten Treffen möchten sie sich den Segen des Himmels holen und hoffen, dass sich ihr Liebesglück nun endlich zum Guten wendet.

Dort begegnen sie Kate, der verzweifelten Ex-Freundin von Brad. Im Gespräch gelingt es den drei Frauen, Kate neuen Mut zu machen und sie mit ihrer Vergangenheit versöhnen zu lassen. Eine weitere Seele scheint ihren Frieden gefunden zu haben.

Zur gleichen Zeit betreten auch Bill, Brad und Pit die Kirche. Nach dem Überfall in der Bronx haben sie weder Geld noch passende Kleidung und erscheinen zunächst in ihren auffälligen Po-Klappen-Einteilern.
Erst in der Kirche finden sie die Kutten dreier Mönche und verkleiden sich kurzerhand.
Keiner der Beteiligten ahnt, dass sich beide Gruppen nun zum Greifen nah sind.

Das Schicksal spielt jedoch erneut mit ihnen: Sue hat die Fotos der drei Männer noch immer in ihrer Handtasche. Niemand erkennt den anderen, obwohl sie sich nur wenige Schritte voneinander entfernt befinden.

Die Hoffnung auf das große Kennenlernen lebt weiter und findet ihren musikalischen Höhepunkt im mitreißenden Gospel „Oh Happy Day“.

Den drei Ladies offenbart Sue, dass sie sich ihre Traummänner g e n a u s o wie die drei „Mönche“ vorstellen müßten. Das sorgt für eine positive Stim­mung und man stimmt die weibliche Nationalhymne „I Will Follow Him“ an!

Nach dem Gottesdienst spricht Sue Pepper noch einmal ins Gewissen. Sie macht ihm deutlich, dass Mel trotz aller Ereignisse immer noch Gefühle für ihn hegt.
Pepper beginnt endgültig zu begreifen, dass seine Intrige nicht nur das Glück der drei Damen gefährdet hat, sondern auch sein eigenes.

🎭 Szene 8 – Broadway

Nach dem Überfall in der Bronx stehen Bill, Brad und Pit vor einem großen Problem. Geld, Gepäck und ordentliche Kleidung sind verschwunden. So können sie den New Yorker Damen unmöglich gegenübertreten.

Um dennoch etwas Geld zu verdienen, besinnen sich die drei auf ihr größtes Talent: die Musik. Mit einem spontanen Straßenauftritt am Broadway hoffen sie, genügend Geld für neue Kleidung und einen Neuanfang zusammenzubekommen.

Mit viel Charme, Witz und musikalischem Können gelingt es ihnen tatsächlich, die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich zu ziehen. Die drei Freunde schöpfen neuen Mut und glauben wieder daran, ihr eigentliches Ziel – das Kennenlernen der drei New Yorkerinnen – doch noch erreichen zu können.

Währenddessen ahnen Vic, Maggie und Sarah noch immer nichts vom Schicksal der drei Männer. Das große Zusammentreffen scheint erneut zum Greifen nah und ist doch weiter entfernt als je zuvor.

❤️ Szene 9 – Mitten in New York

Nach all den Missverständnissen und Irrwegen rückt für Pepper plötzlich nicht mehr die Vermittlung der drei Paare in den Mittelpunkt. Vielmehr wird ihm klar, dass er selbst längst Gefühle für Mel entwickelt hat.

In einem offenen Gespräch gesteht Pepper ihr seine Liebe und bittet sie um Verzeihung für seine Intrige. Mel erkennt, dass hinter seinem Verhalten weniger Boshaftigkeit als vielmehr verletzter Stolz und Unsicherheit steckten. Sie verzeiht ihm, und beide finden endlich zueinander.

Der bewegende Höhepunkt der Szene ist der lang ersehnte Bühnenkuss zwischen Pepper und Mel – ein Moment, der zeigt, dass Liebe manchmal erst nach einigen Umwegen ihr Ziel erreicht.

Während sich für Pepper und Mel bereits alles zum Guten wendet, warten auch Bill, Brad, Pit sowie Vic, Maggie und Sarah weiterhin auf das Schicksal, das sie endlich zusammenführen soll.

☕ Szene 10 – Café Moskwa

Nach einer turbulenten Reise voller Missverständnisse, Irrfahrten und verpasster Begegnungen führt das Schicksal schließlich alle Beteiligten an den Ort, an dem eigentlich schon viel früher alles hätte beginnen sollen: das Café Moskwa auf Manhattan.

Bill, Brad und Pit haben inzwischen ihre schlimmsten Abenteuer überstanden. Auch Vic, Maggie und Sarah sind nach den Ereignissen in der Bronx und der Kirche bereit, sich endlich auf das lang ersehnte Treffen einzulassen. Zum ersten Mal stehen sich beide Gruppen nun tatsächlich gegenüber.

Die anfängliche Nervosität weicht schnell einer überraschenden Vertrautheit. Aus den vielen Zufällen, Verwechslungen und Umwegen entstehen endlich die Beziehungen, die Sue und Mel von Anfang an im Sinn hatten. Die Paare finden zueinander:

  • Bill & Maggie
  • Brad & Vic
  • Sarah & Pit

Damit löst sich auch die letzte große Verwechslung der Geschichte auf. Was mit einer heimlichen Bestellung bei einem Heiratsinstitut begann, endet schließlich in einem echten Happy End.

Den krönenden Abschluss bildet das große Finale, in dem noch einmal die ganze Begeisterung für die Stadt New York und für die gemeinsame Reise zum Ausdruck kommt.

🎵 Finale / Zugabe: NEW YORK ist meine Lieblingsstadt!

❤️ Rückblick

Mit „New York, New York“ wagte der Gesangverein Edelweiß Mainaschaff 2007 einen besonderen Schritt: Zum ersten Mal entstand ein vollständig selbst entwickeltes Jukebox-Musical mit eigener Handlung und selbst geschriebenen deutschen Liedtexten.

Die Produktion wurde im Januar 2007 in der mehrfach ausverkauften Maintalhalle uraufgeführt und aufgrund des großen Erfolgs im Oktober desselben Jahres in einer überarbeiteten Fassung erneut auf die Bühne gebracht. Insgesamt fanden sechs Vorstellungen statt.

Rückblickend war „New York, New York“ weit mehr als nur eine Musicalproduktion. Das Stück legte den Grundstein für viele weitere Projekte des Vereins und zeigte, welches kreative Potenzial in den eigenen Reihen steckt. Die Mischung aus Humor, Romantik, Musik und direktem Kontakt zum Publikum machte die Aufführungen für viele Mitwirkende und Zuschauer bis heute unvergesslich.

Besonders in Erinnerung geblieben sind die lebendigen Ensemble-Szenen, die Gospel-Kollekte mitten im Publikum, die turbulenten Verwechslungen in der Bronx und natürlich das große Happy End im Café Moskwa.

Oder, um es mit dem Schlusslied zu sagen: „New York ist meine Lieblingsstadt!“

👥 Besetzung

RolleDarsteller
Vic(toria)Annette Bergmann
Maggie WalkerAstrid Eschenbach
Sarah KlineCorinna Blank
Bill TaylorMartin Coutandin
Brad TaylorBernd Roth
Pit TaylorManfred Roth
MelJessica Kiaubs
SueJennifer Gebhardt
PepperMichael Farrenkopf, Christian Nimbler
KateSabrina Reinhard
Ma BakerHanna Sickenberger, Iris Katzer
Tina TinelliTine Stegmann
ReverendWalter Kaup
LuigiReinhold Oster
Der PateHeino Fleischhauer
EstefaniaPetra Rumel

🎼 Musik · Regie · Choreografie

New York, New York entstand vollständig in Eigenregie des Gesangvereins Edelweiß Mainaschaff. Buch, Regie, Musik und Choreografien wurden gemeinsam mit dem Ensemble entwickelt und während der Proben kontinuierlich weiter verfeinert. Gerade diese enge Zusammenarbeit trug wesentlich zum Erfolg der Produktion bei.

Bereich👥 Produktionsteam
📖 BuchManni und Jessi
🎭 RegieCorinna
🎼 Musikalische LeitungWerner
💃 ChoreografieAstrid und Annette
Esther
🎨 BühnenbildMathias

🎥 Video

🎭 Hinter den Kulissen

„Der evangelische Kragen sieht einfach besser aus!“

Eine amüsante Begebenheit spielte sich nach einer der Aufführungen ab. Der damalige katholische Pfarrer unserer Gemeinde bemerkte schmunzelnd, dass der Kragen seines evangelischen Kollegen – auf der Bühne von Walter Kaup dargestellt – optisch natürlich deutlich mehr hermache als der kleine runde Priesterkragen der katholischen Geistlichen. Wer genau hinhörte, konnte darin bereits den Ehrgeiz erkennen, eines Tages selbst einmal auf der Bühne mitzuwirken. Tatsächlich sollte sich dieser Wunsch viele Jahre später erfüllen: 2018 stand er bei „Verdammte Zeiten“ selbst mit auf der Bühne.

Der schwierigste Bühnenkuss des Musicals

Die romantische Kuss-Szene zwischen Mel und Pepper sorgte später für viele Lacher und Applaus. Hinter den Kulissen war sie allerdings eine der schwierigsten Szenen überhaupt. Jessi wollte sich zunächst partout nicht küssen lassen, sodass lange nach einer Lösung gesucht wurde. Erst nach zahlreichen Gesprächen und Proben konnte die Szene schließlich so umgesetzt werden, wie sie das Publikum später begeistert erlebte.

Schulkollege Michi als „Pepper“ war da überwältigend kurz entschlossen für → die leidenschaftliche Kuss-Szene.

„Schlimmer darf’s aber nicht mehr werden!“

Die Szene in der Bronx sorgte auch nach der Vorstellung noch für Gesprächsstoff. Ein älteres Ehepaar, das eher einen sehr konservativen Eindruck machte, sprach mich nach der Aufführung an. Ihr Fazit war bemerkenswert:

„Das Musical war wirklich toll … aber schlimmer darf es jetzt nicht mehr werden!“

Über diesen Satz mussten wir später noch oft schmunzeln.

Auf Namenssuche bei König Ludwig II.

Schon vor Beginn der eigentlichen Proben beschäftigte uns eine ganz andere Frage: Wie sollten unsere Figuren überhaupt heißen?

Während eines Ausflugs nach Füssen und zum Schloss Hohenschwangau – gemeinsam mit Hanna und Jessi – zerbrachen wir uns fast die gesamte Hin- und Rückfahrt den Kopf über passende Bühnennamen für die Figuren. Ob wir damals tatsächlich zu einem endgültigen Ergebnis kamen, weiß heute keiner mehr so genau. Sicher ist nur: Die Namenssuche dauerte beinahe genauso lange wie die Fahrt selbst.

Überraschung im „Puff“

Bei der letzten Vorstellung sollte es plötzlich nicht mehr nur für das Publikum eine Überraschung geben. Während der Szene in der Bar „Chez Moskwa“ in der Bronx drängte sich plötzlich Sascha – geschniegelt, geschniegelt? Nein: geschniegelt wäre zu brav – geschniegelt in Strapsen auf die Bühne und näherte sich mir von hinten. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Mein erschrockener Gesichtsausdruck war also zu hundert Prozent echt und sorgte für zusätzliche Lacher im Publikum.

Jeder sollte seinen Moment bekommen

Wer ein Musical mit einem großen Ensemble auf die Bühne bringt, kennt das Problem: Jeder möchte – und soll – seinen eigenen Moment bekommen. So entstanden manche Szenen nicht nur aus dramaturgischen Gründen, sondern auch, damit möglichst viele Mitwirkende singen, tanzen oder schauspielern konnten.

Mit einem Augenzwinkern denke ich dabei heute an „Please Mr. Postman“ zurück. Eigentlich musste in dieser Szene nichts weiter passieren, als einen Brief einzuwerfen. Auf der Bühne entwickelte sich daraus jedoch eine komplette Musicalnummer – mit Tanz, Gesang und gleich drei Strophen. Rückblickend muss ich selbst darüber schmunzeln.

Genau solche Erfahrungen haben uns später geholfen, Szenen straffer zu gestalten und Musik noch gezielter in die Handlung einzubinden.

Hinter den Kulissen – Die erfolgreichste Kollekte des Jahres

In der Kirchenszene hatten unsere drei „Mönche“ noch eine ganz besondere Aufgabe. Während des Gospels „Oh Happy Day“ unterstützten sie den Pfarrer als „Hilfs-Messdiener“ und sammelten – wie in einem echten Gottesdienst – die Kollekte direkt im Publikum ein.

Das Erstaunliche zeigte sich nach den Vorstellungen: Die Kollekte der Sonntagsvorstellung fiel nahezu genauso hoch aus wie die der beiden vorherigen Aufführungen zusammen. Offenbar saßen an diesem Tag besonders viele „geübte Gottesdienstbesucher“ im Publikum, die ganz selbstverständlich etwas in den Klingelbeutel legten.

Mit einem Augenzwinkern stellten wir später fest, dass die gesammelten Spenden sogar ausreichten, um den Leih-LKW für den Transport unserer Bühnentechnik zu finanzieren. So wurde aus einer kleinen Idee auf der Bühne ganz nebenbei eine unerwartete Unterstützung für die Produktion.

Die Sache mit der Federboa

Manche Diskussionen während der Proben sind bis heute unvergessen. So erklärte Tine, damals gerade einmal 17 Jahre alt, mit fester Überzeugung:

„Du glaubst doch wohl nicht, dass ich mit der Federboa über die Bühne springe!“

Nun – genau das glaubten wir tatsächlich.

Und wie so oft im Theater sollte die Bühne ihre eigene Wahrheit schreiben: Am Ende trug Tine die Federboa nicht nur mit sichtbarer Freude während der Aufführung, sondern wurde mit ihr sogar zum Blickfang des offiziellen Musicalplakats. Die auffällige Boa ist dort bis heute unübersehbar.

📰 Presse

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„New York, New York“ war der Beginn einer Reihe eigener Musicalproduktionen des Gesangvereins Edelweiß Mainaschaff und bildet bis heute einen wichtigen Meilenstein der Vereinsgeschichte.

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